Haarporosität: So erkennst du poröse Haare und pflegst sie richtig

„Mach den Wasserglas-Test und du weißt, welche Porosität deine Haare haben.“

Diesen Tipp liest man im Internet ständig: Ein einzelnes Haar kommt in ein Glas Wasser. Schwimmt es oben, soll es eine geringe Porosität haben. Sinkt es auf den Boden, gilt es angeblich als hochporös.

Ganz so einfach ist es leider nicht.

Haarporosität ist real – aber sie lässt sich nicht zuverlässig anhand eines einzelnen Haares im Wasserglas bestimmen. Außerdem ist Porosität nicht unbedingt ein fester „Haartyp“, den du dein ganzes Leben lang hast.

Besonders wichtig: Dein unbehandelter Ansatz kann sich ganz anders verhalten als deine mehrfach blondierten oder jahrelang beanspruchten Spitzen.

Deshalb schauen wir bei der Haarpflege nicht nur auf „Low, Medium oder High Porosity“, sondern auf den tatsächlichen Zustand der gesamten Haarfaser.

Was bedeutet Haarporosität überhaupt?

Haarporosität beschreibt vereinfacht, wie leicht Wasser und andere Stoffe in eine Haarfaser hinein- beziehungsweise wieder herausgelangen können.

Dabei spielt die äußere Schuppenschicht des Haares – die sogenannte Cuticula – eine wichtige Rolle.

Sie besteht aus mehreren übereinanderliegenden Zellschichten und schützt die darunterliegende Haarstruktur. Je stärker diese Schutzstruktur beansprucht oder verändert wurde, desto anders kann sich die Haarfaser gegenüber Wasser, Pflegeprodukten und mechanischer Belastung verhalten.

Häufig wird Porosität deshalb mit „offenen oder geschlossenen Haarschuppen“ erklärt.

Als vereinfachtes Bild ist das verständlich. Fachlich ist es aber nicht ganz vollständig.

Denn Porosität betrifft nicht nur die Oberfläche. Auch mikroskopische Zwischenräume und Veränderungen innerhalb der Haarfaser spielen eine Rolle.

Deshalb ist Haarporosität eher ein Hinweis auf den strukturellen Zustand des Haares als einfach nur auf eine „offene Schuppenschicht“.

Was bedeutet Low, Medium und High Porosity?

Im Internet werden Haare meist in drei Gruppen eingeteilt.

Bei geringer Porosität – Low Porosity soll die Haaroberfläche relativ intakt sein. Wasser und Pflege dringen vergleichsweise schwer in die Haarfaser ein und Produkte können sich schneller auf der Oberfläche bemerkbar machen.

Bei mittlerer Porosität wird meist von einem relativ ausgeglichenen Zustand gesprochen.

Bei hoher Porosität – High Porosity ist die Haarstruktur stärker verändert beziehungsweise geschädigt. Wasser kann leichter mit der Faser interagieren und auch wieder verloren gehen.

Als grobe Orientierung kann diese Einteilung hilfreich sein.

Was wir daran allerdings nicht mögen:

Dein gesamtes Haar lässt sich nicht unbedingt in eine einzige dieser drei Schubladen stecken.

Gerade bei langen, colorierten oder blondierten Haaren kann der Zustand innerhalb derselben Frisur erheblich variieren.

Ist Haarporosität ein fester Haartyp?

Nicht unbedingt.

Das ist einer der größten Unterschiede zwischen unserer Betrachtung und vielen klassischen Porositätsratgebern.

Deine natürliche Haarstruktur hat natürlich Einfluss darauf, wie sich dein Haar verhält. Aber der Zustand einer Haarfaser verändert sich während ihres Lebens.

Eine Haarspitze, die heute 50 Zentimeter vom Ansatz entfernt ist, hat über Jahre hinweg:

unzählige Haarwäschen, Föhnen, Bürsten, Sonne, Hitze, eventuell Colorationen oder Blondierungen erlebt.

Dadurch kann ihre Struktur stärker beansprucht sein als die eines frisch nachgewachsenen Haares am Ansatz.

Haarporosität ist deshalb nicht nur:

„Was für Haare habe ich?“

Sondern auch:

„Was hat dieser Bereich meines Haares bereits erlebt?“

Genau diese Frage ist für eine sinnvolle Pflege viel interessanter.

Kann mein Ansatz eine andere Porosität haben als meine Spitzen?

Ja – und gerade bei langen oder chemisch behandelten Haaren ist das sogar sehr nachvollziehbar.

Stell dir blondiertes Langhaar vor:

Der Ansatz ist vielleicht erst wenige Wochen alt und noch weitgehend unbehandelt.

Die mittleren Längen wurden bereits mehrfach coloriert oder aufgehellt.

Die Spitzen sind mehrere Jahre alt und haben zusätzlich unzählige Wasch-, Styling- und Umwelteinflüsse hinter sich.

Es wäre deshalb ziemlich unrealistisch zu erwarten, dass sich alle drei Bereiche identisch verhalten.

Genau deshalb kann eine Kundin am Ansatz schnell beschwertes Haar haben, während sich ihre Spitzen gleichzeitig rau und pflegebedürftig anfühlen.

Das ist auch der Grund, warum wir Pflege nicht immer vom Ansatz bis zur Spitze identisch dosieren.

Warum können blondierte Haare poröser werden?

Blondierung verändert nicht nur die Haarfarbe.

Bei einer Aufhellung laufen oxidative Prozesse innerhalb der Haarfaser ab, damit natürliche beziehungsweise künstliche Pigmente verändert werden können.

Dabei kann gleichzeitig auch die Haarstruktur beansprucht werden.

Je intensiver und häufiger eine Haarfaser aufgehellt wurde, desto relevanter werden deshalb Ausgangszustand, bisherige chemische Vorgeschichte und Überschneidungen mit bereits blondierten Bereichen.

Das bedeutet nicht:

Blondiertes Haar = automatisch kaputtes Haar.

Aber mehrfach behandeltes Blond kann sich anders verhalten als unbehandeltes Naturhaar und eine stärkere Porosität entwickeln.

Gerade deshalb ist bei Blond nicht nur die gewünschte Farbe wichtig, sondern auch der langfristige Erhalt der Haarstruktur.

Mehr über unsere Blondtechniken und unsere Arbeit mit Airtouch und Balayage findest du auf unserer Seite Blond – Airtouch – Balayage in Schweinfurt.

Was machen Sonne, Hitze und tägliche Belastung mit der Porosität?

Auch unbehandeltes Haar bleibt über Jahre hinweg nicht vollkommen unverändert.

Die Haarfaser wird täglich beansprucht.

Bürsten erzeugt mechanische Reibung. Hitze verändert die Faser zusätzlich. UV-Strahlung kann Haarproteine und Pigmente beeinflussen. Wasser lässt das Haar immer wieder quellen und anschließend trocknen.

Diese Vielzahl kleiner Belastungen wird in der Haarwissenschaft häufig unter dem Begriff Weathering zusammengefasst.

Deshalb sind ältere Haarbereiche normalerweise stärker beansprucht als frisch nachgewachsene Haare.

Gerade die Spitzen benötigen bei langen Haaren deshalb häufig deutlich mehr Schutz und Pflege als der Ansatz.

Woran erkenne ich stärker poröse Haare?

Es gibt keinen einzelnen Blicktest, der dir zu Hause eindeutig sagt:

„Dieses Haar hat exakt Porositätsstufe 8 von 10.“

Es gibt aber Hinweise, die gemeinsam auf eine stärker beanspruchte beziehungsweise porösere Haarstruktur hindeuten können.

Das Haar kann sich beispielsweise rau, stumpf oder sehr trocken anfühlen. Es verknotet eventuell schneller, reagiert empfindlicher auf mechanische Belastung oder lässt sich schlechter glatt und geschlossen stylen.

Stark chemisch behandelte Bereiche können sich außerdem deutlich anders anfühlen als unbehandelte Partien.

Auch das Verhalten bei Wasser und Pflege kann sich verändern.

Aber wichtig:

Kein einzelnes dieser Symptome beweist automatisch eine hohe Porosität.

Frizz kann andere Ursachen haben. Trockenes Haar kann andere Ursachen haben. Produktrückstände können das Haar ebenfalls stumpf oder belegt wirken lassen.

Deshalb betrachten wir immer das Gesamtbild.

Wenn deine Haare vor allem trocken wirken, lies zusätzlich unseren Ratgeber „Was tun, wenn meine Haare trotz Pflege trocken wirken?“.

Funktioniert der Wasserglas-Test für die Haarporosität?

Wir würden ihn nicht als verlässliche Diagnose verwenden.

Der Test funktioniert angeblich so:

Ein sauberes Haar wird in ein Glas Wasser gelegt.

Bleibt es oben → geringe Porosität.

Schwebt es in der Mitte → mittlere Porosität.

Sinkt es nach unten → hohe Porosität.

Das klingt wunderbar einfach.

Das Problem: Ob eine einzelne Haarfaser schwimmt oder sinkt, hängt nicht ausschließlich von ihrer Porosität ab.

Auch Oberflächenspannung des Wassers, Produktrückstände, Benetzung der Faser und weitere physikalische Eigenschaften können das Ergebnis beeinflussen.

Wissenschaftliche Untersuchungen der tatsächlichen Porenstruktur von Haar arbeiten deshalb mit deutlich komplexeren Messmethoden und nicht einfach mit einem Wasserglas.

Unsere Antwort lautet deshalb:

Der Wasserglas-Test kann ein interessantes Experiment sein – aber er beweist deine Haarporosität nicht zuverlässig.

Du musst deine komplette Pflegeroutine also nicht ändern, nur weil ein Haar im Glas nach unten gesunken ist. 😉

Trocknet hochporöses Haar immer besonders schnell?

Auch diese Faustregel liest man häufig.

Tatsächlich kann eine stärker geschädigte Haarstruktur anders mit Wasser umgehen als weitgehend intaktes Haar.

Aber die reale Trocknungszeit hängt zusätzlich von vielen anderen Dingen ab:

Haardicke, Haardichte, Haarmenge, Lockenstruktur, verwendete Produkte, Luftfeuchtigkeit und sogar davon, wie viel Wasser nach dem Waschen mechanisch aus dem Haar entfernt wurde.

Deshalb gilt:

Schnell trocknendes Haar = nicht automatisch High Porosity.

Und langsam trocknendes Haar = nicht automatisch Low Porosity.

Porosität sollte nie anhand eines einzelnen Merkmals diagnostiziert werden.

Ist Low Porosity Hair etwas Schlechtes?

Nein.

Eigentlich ist eine relativ intakte Barrierefunktion der Haaroberfläche zunächst einmal etwas Positives.

Die Cuticula soll die innere Haarfaser schließlich schützen.

Das Problem entsteht eher dann, wenn eine Pflegeroutine zu reichhaltig oder zu schwer für die konkrete Haarstruktur ist.

Dann kann sich das Haar schnell beschwert, strähnig oder belegt anfühlen.

Das bedeutet aber nicht, dass das Haar „zu gesund für Pflege“ ist.

Es bedeutet nur:

Die Pflege muss zur Haarstruktur und zur benötigten Menge passen.

Ein sehr feines, kaum behandeltes Haar benötigt beispielsweise oft eine andere Produktmenge und Produkttextur als mehrfach blondiertes kräftiges Langhaar.

Braucht High Porosity Hair automatisch mehr Feuchtigkeit?

Nicht unbedingt.

Und hier schließt sich direkt der Kreis zu einem der größten Haarpflege-Mythen.

Stärker poröses Haar kann anders mit Wasser umgehen. Aber daraus folgt nicht automatisch:

„Je poröser, desto mehr Wasser müssen wir hineinbringen.“

Bei stark geschädigten Haarfasern kann gerade die ständige Aufnahme und Abgabe von Wasser zusätzliche Quell- und Trocknungszyklen erzeugen.

Eine sinnvolle Pflege soll deshalb nicht einfach möglichst viel „Feuchtigkeit hineinpumpen“.

Sie sollte vielmehr:

die Haaroberfläche konditionieren, Geschmeidigkeit erhöhen, Reibung reduzieren, Kämmbarkeit verbessern und die vorhandene Haarfaser vor weiterer Belastung schützen.

Genau deshalb ist die pauschale Frage „Protein oder Feuchtigkeit?“ häufig zu einfach.

Eine gute professionelle Formulierung kann mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen.

Brauchen poröse Haare automatisch Protein?

Auch hier: nein.

Strukturunterstützende Inhaltsstoffe wie hydrolysierte Proteine oder Keratin können bei chemisch behandeltem und geschädigtem Haar sinnvoll sein.

Aber aus der bloßen Vermutung einer hohen Porosität lässt sich nicht automatisch ableiten:

„Du hast Proteinmangel.“

Haarpflege funktioniert nicht wie ein Blutbild, bei dem ein fehlender Nährstoff gemessen und anschließend ersetzt wird.

Das sichtbare Haar ist eine bereits gebildete Faser.

Wir können seinen Zustand kosmetisch verbessern, Oberflächen glätten, Reibung reduzieren und bestimmte geschädigte Bereiche temporär unterstützen.

Aber wir diagnostizieren kein „Protein-Defizit“ anhand eines Heimtests.

Kann man poröse Haare wieder „schließen“?

Auch hier lohnt sich eine saubere Formulierung.

Produkte werben teilweise damit, die Schuppenschicht zu „schließen“ oder poröse Haare vollständig zu reparieren.

Pflege kann die Haaroberfläche glätten, konditionieren und hydrophober machen. Dadurch fühlt sich das Haar geschmeidiger an, reflektiert Licht besser und lässt sich leichter kämmen.

Eine stark strukturell geschädigte Haarfaser wird dadurch aber nicht wieder biologisch zu einer völlig unbehandelten Haarfaser.

Deshalb sprechen wir lieber von:

Pflegen, schützen, glätten und weitere Schädigung reduzieren.

Nicht von einer wundersamen Rückkehr zum Ursprungszustand.

Wie pflegt man stärker poröse Haare sinnvoll?

Die beste Pflege hängt davon ab, warum das Haar porös beziehungsweise geschädigt ist.

Ist das Haar lediglich trocken und etwas rau?

Oder wurde es mehrfach blondiert?

Gibt es bereits Haarbruch?

Ist es fein oder kräftig?

Wird täglich Hitze benutzt?

Werden zu schwere Produkte verwendet?

Genau deshalb gibt es keine perfekte „High-Porosity-Routine“, die für alle funktioniert.

Was sich aber grundsätzlich bewährt:

Eine gute konditionierende Pflege, ausreichend Gleitfähigkeit beim Entwirren, Schutz vor unnötiger Hitze und mechanischer Belastung und – bei stärker strukturell geschädigtem Haar – passende Repair- beziehungsweise Bond-Pflege.

Trocken oder wirklich strukturell geschädigt – das macht einen Unterschied

Das ist für die Produktauswahl entscheidend.

Ein naturbelassenes Haar kann trocken sein, ohne massiv strukturell geschädigt zu sein.

Dann steht häufig Geschmeidigkeit und Konditionierung stärker im Vordergrund.

Bei mehrfach blondiertem oder chemisch stark beanspruchtem Haar kann dagegen zusätzlich eine gezielte strukturunterstützende Pflege sinnvoll sein.

Genau deshalb unterscheiden wir auch in unserem Haarpflege-Finder zwischen unterschiedlichen Haarzuständen, statt jedes trockene oder raue Haar gleich zu behandeln.

Welche Pflege kann bei trockenem, porösem Haar sinnvoll sein?

Wenn Trockenheit und mangelnde Geschmeidigkeit im Vordergrund stehen, kann eine gute Hydration- beziehungsweise Konditionierungsroutine sinnvoll sein.

Dabei geht es nicht einfach darum, „Wasser ins Haar zu bringen“, sondern darum, die Faser geschmeidiger zu machen, Reibung zu reduzieren und eine besser kontrollierbare Oberfläche zu schaffen.

Deshalb enthalten gute Conditioner häufig eine Kombination aus feuchtigkeitsbindenden, glättenden und konditionierenden Inhaltsstoffen.

Auch hier gilt:

Die richtige Menge ist genauso wichtig wie das richtige Produkt.

Gerade feineres Haar kann durch zu reichhaltige Pflege schnell beschwert werden.

Welche Pflege ist bei blondiertem und stark geschädigtem Haar sinnvoll?

Bei deutlich chemisch behandeltem und strukturell geschwächtem Haar können Repair- und Bond-Produkte stärker in den Mittelpunkt rücken.

Eine unserer bevorzugten Pflegeoptionen für stark beanspruchte Längen ist das Paul Mitchell Awapuhi Wild Ginger Repair Intensive Treatment.

Es kombiniert verschiedene Keratinformen und proteinbasierte Bestandteile mit stark konditionierenden Inhaltsstoffen und eignet sich besonders für strapaziertes beziehungsweise chemisch behandeltes Haar.

Bei stark strukturell belastetem Haar kann außerdem das Paul Mitchell Bond Rx Treatment eine passende Option sein.

Bond Rx ist ebenfalls auf chemisch behandeltes und geschädigtes Haar ausgerichtet und kombiniert strukturunterstützende mit konditionierenden Komponenten.

Wichtig ist auch hier:

Beide Produkte machen eine bereits stark geschädigte Haarfaser nicht biologisch wieder zu Naturhaar.

Sie helfen aber dabei, die noch vorhandene Faser zu konditionieren, zu schützen und besser durch den Alltag zu bringen.

Warum ein Produkt für deinen Ansatz und deine Spitzen unterschiedlich wirken kann

Vielleicht kennst du genau dieses Problem:

Am Ansatz fühlt sich ein Conditioner zu reichhaltig an.

Die Spitzen könnten dagegen gefühlt noch die doppelte Menge vertragen.

Das ist kein Widerspruch.

Die verschiedenen Haarbereiche haben schlicht eine unterschiedliche Vorgeschichte.

Der Ansatz ist jung.

Die Spitzen sind alt.

Und wenn zusätzlich Farbe oder Blondierung ins Spiel kommen, unterscheiden sich die strukturellen Voraussetzungen noch stärker.

Deshalb tragen wir intensive Masken und Treatments meistens nicht einfach wahllos auf den gesamten Kopf auf.

Die pflegebedürftigsten Längen und Spitzen dürfen deutlich gezielter behandelt werden.

Was haben hartes Wasser und Ablagerungen mit Porosität zu tun?

Nicht jedes raue oder schlecht kämmmbare Haar ist automatisch stark porös.

Auch Mineral-, Metall- oder Produktrückstände können das Haargefühl verändern.

Gerade deshalb sollte man nicht sofort eine „High Porosity Routine“ beginnen, nur weil das Haar stumpf wirkt.

Wie du Ablagerungen von echter struktureller Schädigung unterscheiden kannst und welche Rolle Wasserqualität spielt, erklären wir ausführlicher in unserem Artikel „Hartes Wasser und Haare: Was Kalk & Metalle wirklich mit deinem Haar machen“.

Und was hat Porosität mit Haarbruch zu tun?

Stark geschädigte Haarfasern können zunehmend an mechanischer Stabilität verlieren.

Porosität und Haarbruch sind deshalb thematisch eng miteinander verbunden – aber nicht dasselbe.

Ein poröses Haar muss nicht automatisch abbrechen.

Wenn du bereits viele kurze Haare, dünner werdende Längen oder gespaltene Spitzen bemerkst, sollte zusätzlich geprüft werden, ob tatsächlich Haarbruch oder Spliss vorhanden ist.

Dann reicht es nicht, nur die Porosität zu betrachten. Vor allem die Ursache der strukturellen Belastung muss gefunden und reduziert werden.

Muss ich meine Haarporosität überhaupt kennen?

Nicht zwingend.

Du musst deine Haare nicht in eine Internet-Kategorie einordnen, um sie gut pflegen zu können.

Porosität ist hilfreich, um zu verstehen, warum unterschiedlich geschädigte Haarbereiche unterschiedlich auf Wasser und Pflege reagieren können.

Für deine tatsächliche Routine sind aber mehrere Informationen wichtig:

Ist dein Haar fein oder kräftig?

Naturbelassen oder blondiert?

Trocken oder strukturell geschädigt?

Gibt es Haarbruch?

Wie verhält sich das Haar nach Conditioner oder Maske?

Welche Stylingbelastung bekommt es?

Genau deshalb betrachten wir Porosität nur als einen Teil der Haaranalyse.

Wenn du einen umfassenderen Überblick möchtest, lies unseren Artikel „Welche Haarpflege passt zu meinem Haartyp?“.

So findest du die passende Pflege für dein Haar

Du brauchst dafür kein Wasserglas und auch keinen komplizierten TikTok-Test.

Wichtiger ist die Kombination aus Haarstruktur, aktuellem Zustand und chemischer Vorgeschichte.

Wenn du direkt passende Pflegeprodukte für deine Kombination finden möchtest, nutze unseren Haarpflege-Finder.

Dort kannst du unterschiedliche Haarzustände miteinander kombinieren – beispielsweise blondiert und trocken, geschädigt und fein oder frizzig und coloriert – und bekommst eine darauf abgestimmte Pflegeroutine.

Das ist aus unserer Sicht wesentlich sinnvoller als:

„Mein Haar ist im Wasserglas gesunken, also brauche ich jetzt zwingend High-Porosity-Produkte.“

Unser Fazit: Haarporosität ist real – aber kein Persönlichkeitstest für deine Haare

Haarporosität beschreibt, wie die Haarfaser mit Wasser und anderen Stoffen interagiert und hängt eng mit ihrem strukturellen Zustand zusammen.

Eine stärkere Porosität kann unter anderem durch chemische Behandlung, Alterung der Haarlänge, UV-Einfluss und andere Belastungen begünstigt werden.

Aber:

Ein Wasserglas kann dir deine Porosität nicht zuverlässig diagnostizieren.

Und du musst auch nicht dein komplettes Haar für immer als „Low“, „Medium“ oder „High Porosity“ abstempeln.

Viel wichtiger ist:

Welcher Bereich meines Haares ist wie stark beansprucht – und welche Pflege braucht genau dieser Bereich jetzt?

Dein nahezu unbehandelter Ansatz kann vollkommen andere Bedürfnisse haben als deine mehrfach blondierten Spitzen.

Wenn Trockenheit im Vordergrund steht, kann eine gute konditionierende Hydration-Pflege sinnvoll sein. Bei deutlich chemisch geschädigten Längen können professionelle Repair- und Bond-Produkte wie Awapuhi Wild Ginger Repair oder Bond Rx besser passen.

Und wenn du nicht sicher bist, wo dein Haar aktuell steht, starte mit unserem Haarpflege-Finder – oder wir schauen uns deine Haare gemeinsam bei uns im Salon in Schweinfurt an.

Deine Lissi & Sophie
Lissi Weber – Friseur Schweinfurt für Blond, Haarverlängerung & professionelle Haarpflege

AUSGEZEICHNET
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Basierend auf 170 Bewertungen
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Annette Okker
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Kompetenz und absolut Kundenfreundlich ! Ich bin wirklich beeindruckt von dem Gesamtpaket!!! Soviel Empathie, Ehrlichkeit und Fachwissen findet sich sehr selten. Auf diesem Wege ein ganz aufrichtiges Danke an Dich, liebe Lissi -und dein Team-, Ich fühle mich wie neugeboren:)!!! Haare sind so wichtig und unterstreichen den Selbstwert - das war ein großes Geschenk für mich! Bitte bleib so wie Du bist, ich freue mich sehr auf die nächsten Haare:)!! Herzliche Grüße Annette
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R D
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Ein wunderschöner Salon mit angenehmer Atmosphäre. Professioneller und freundlicher Service sowie ein tolles Ergebnis. Absolut empfehlenswert!
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Diana Kemmer
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Nach verschiedenen Haarverlängerung en die ich nun ausprobiert habe, muss ich sagen, das ich mit der Methode von Lissi am zufriedensten bin und mir meine Haare jetzt nur noch von ihr machen lasse. Großes Lob
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Kiki
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Sophie hat mir tolle blonde Strähnchen gezaubert, mich sehr gut beraten & immer über alle Schritte informiert. Ich habe mich sehr wohl gefühlt & komme definitiv wieder. Vielen Dank. 🫶🏼
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Nadine
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Einfach ein toller Salon! Habe mich bei Lissi absolut wohl gefühlt und sie ist ein so herziger und lieber Mensch! Und das Ergebnis: einfach Wow! 💜 Habt eine Stammkundin gewonnen.

Antwort des Eigentümers
Liebe Nadine, vielen lieben Dank für deine wunderbare Bewertung! 💕 Es freut uns sehr, dass du dich bei Lissi so wohlgefühlt hast und mit deinem Ergebnis glücklich bist. Genau das ist unser Ziel: eine entspannte Atmosphäre, eine ehrliche Beratung und ein Ergebnis, das begeistert. Dass wir dich als Stammkundin gewinnen konnten, bedeutet uns besonders viel. Wir freuen uns schon darauf, dich auch in Zukunft bei uns in Schweinfurt begrüßen zu dürfen und dich bei deinen Haarwünschen zu begleiten. Liebe Grüße Lissi & Sophie
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Stefanie Trum
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War zum ersten Mal da um einen „vor Ort“ Partner für Extensions zu finden. Hab mich gleich gut und ehrlich beraten gefühlt. Freue mich auf den nächsten Termin!

Antwort des Eigentümers
Liebe Stefanie, vielen Dank für deine tolle Bewertung und dein Vertrauen! 😊 Es freut uns sehr, dass du auf der Suche nach einem Partner für Haarverlängerung und Extensions zu uns gefunden hast und dich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt hast. Eine ehrliche und individuelle Beratung ist uns besonders wichtig, damit wir gemeinsam die beste Lösung für dein Haar finden. Wir freuen uns schon darauf, dich bei deinem nächsten Termin wieder bei uns in Schweinfurt begrüßen zu dürfen! Liebe Grüße Lissi & Sophie
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Tanja Dömling
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Ich hatte einen Beratungstermin wegen einer Haarverdichtung bei Lissi und wurde sehr gut darüber informiert. Schon eine Woche später wurde von Sophie eine Tresse perfekt eingearbeitet, man sieht keinen Übergang. Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und fühle mich hier sehr gut aufgehoben!

Antwort des Eigentümers
Liebe Tanja, vielen Dank für Deine lieben Worte und Dein Vertrauen. Es freut uns sehr, dass Du Dich von der Beratung bis zum fertigen Ergebnis so gut aufgehoben gefühlt hast. Besonders schön ist es zu lesen, dass sich Deine Tresse so natürlich in Dein Eigenhaar einfügt und Du mit dem Ergebnis so zufrieden bist. Wir wünschen Dir ganz viel Freude mit Deiner neuen Haarfülle und freuen uns schon auf Deinen nächsten Besuch. Liebe Grüße Lissi & Sophie Weber Haarverlängerung & Haarverdichtung Schweinfurt
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Christine Schneider
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Ich war am Freitag zur neuen Haarverdichtung gekommen und es ist wieder einmal wunderbar perfekt gelaufen!! Fühle mich sehr wohl mit meiner neuen Mähne!!! Vielen lieben Dank

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Liebe Christine, vielen Dank für Deine tolle Bewertung! Es freut uns sehr, dass Du mit deiner neuen Haarverdichtung so glücklich sind und sich mit Ihrer neuen Haarfülle wieder rundum wohlfühlen. Genau solche natürlichen Ergebnisse sind uns bei jeder Haarverdichtung in Schweinfurt besonders wichtig. Vielen Dank für Dein Vertrauen. Wir wünschen Dir ganz viel Freude mit Ihrer neuen Mähne und freuen uns schon auf Deinen nächsten Besuch bei uns! Liebe Grüße Lissi & Sophie Weber Haarverlängerung & Haarverdichtung Schweinfurt
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Maike Merten
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Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis der Haarverdichtung. Es ist bei Lissi so familiär und man fühlt sich sehr gut aufgehoben. Schnelle saubere Arbeit und ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Ich komme wieder

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Liebe Maike, vielen Dank für deine lieben Worte und dein Vertrauen in uns! Es freut uns sehr, dass du dich bei uns so wohlgefühlt hast und mit deiner Haarverdichtung glücklich bist. Genau dieses familiäre Gefühl und saubere, präzise Arbeit sind uns besonders wichtig. Wir freuen uns schon darauf, dich bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen! Herzliche Grüße Lissi & Sophie 🤍

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