Mit Extensions schwimmen: So schützt du Bondings, Tapes & Tressen in Pool und Meer
Kann man mit Extensions schwimmen?
Ja – selbstverständlich.
Professionell eingearbeitete Extensions sollen deinen Alltag mitmachen und nicht dafür sorgen, dass du im Urlaub nur vom Beckenrand zuschauen darfst. Trotzdem sind Pool, Meer und tägliches Baden eine stärkere Belastung als eine normale Haarwäsche.
Gerade bei häufigem Kontakt mit Chlor- oder Salzwasser kommt es deshalb auf die richtige Vor- und Nachbereitung an.
Die wichtigste Regel:
Vorher schützen, danach sofort ausspülen und die Verbindungsstellen nicht stundenlang feucht lassen.
Was ist bei Pool und Meer überhaupt das Problem?
Pool- und Meerwasser wirken anders auf das Haar als normales Leitungswasser.
Salz kann die Längen rauer und trockener wirken lassen. Im Pool kommen zusätzlich Chlor, Mineralien und je nach Wasserqualität auch Metalle hinzu.
Dazu kommt etwas, das bei langen Extensions besonders wichtig ist:
Im Wasser bewegen sich sehr viele Haarfasern gegeneinander. Sind die Haare dabei offen, bereits verknotet oder anschließend noch lange nass, steigt die mechanische Belastung deutlich.
Das bedeutet nicht, dass ein einzelner Pooltag deine Extensions ruiniert.
Aber tägliches Schwimmen über längere Zeit ohne passende Pflege kann die Haare und je nach Methode auch die Tragedauer stärker belasten.
Great Lengths weist ebenfalls darauf hin, dass häufiges Schwimmen in Chlor- oder Salzwasser die Lebensdauer von Pre-Bonded Extensions und Tapes beeinflussen kann.
Bondings, Tapes oder Tressen – macht die Methode einen Unterschied?
Ja.
Nicht jede Verbindungsstelle reagiert identisch.
Bondings
Great-Lengths-Bondings bestehen nicht einfach aus einem klassischen Klebstoff, der sich beim ersten Wasserkontakt auflöst.
Du kannst mit Bondings ganz normal schwimmen.
Wichtig ist aber:
Nach dem Schwimmen sollten die Bondings wieder vollständig trocknen.
Gerade wenn du täglich badest, würden wir die Verbindungsstellen nicht den ganzen Tag feucht lassen.
Tapes
Auch mit Tapes kannst du schwimmen.
Bei ihnen sollte aber besonders darauf geachtet werden, dass keine reichhaltigen Pflegeprodukte, Öle oder Conditioner direkt auf die Klebestellen gelangen.
Nach dem Baden gilt ebenfalls:
gründlich ausspülen und die Tape-Bereiche vollständig trocknen.
Tressen
Auch Tressen können problemlos mit in Pool und Meer.
Bei einer eingenähten beziehungsweise mit Mikroringen befestigten Tresse sitzt allerdings relativ viel Haar dicht am Kopf zusammen.
Genau deshalb achten wir hier nach dem Schwimmen besonders darauf, dass der Bereich an der Tresse und an den Befestigungen wirklich trocken wird.
Einfach den ganzen Nachmittag mit nasser Tresse herumzulaufen würden wir nicht empfehlen.
Mehr zu unseren verschiedenen Methoden findest du auf unserer Seite Haarverlängerung & Haarverdichtung in Schweinfurt.
Was solltest du vor dem Schwimmen machen?
Bevor du ins Wasser gehst, solltest du deine Extensions einmal ordentlich entwirren.
Mit vorhandenen Knoten ins Wasser zu gehen, macht die Sache danach unnötig schwieriger.
Anschließend empfehlen wir:
Haare locker, aber sicher flechten.
Ein geflochtener Zopf hält die Längen zusammen und verhindert, dass sämtliche Haare frei im Wasser umherschwimmen und sich ständig gegeneinander bewegen.
Sehr straff muss der Zopf nicht sein.
Es geht nicht darum, möglichst viel Zug auf die Ansätze zu bringen, sondern darum, die Haarmenge kontrolliert zusammenzuhalten.
Sollte man Extensions vor dem Pool nass machen?
Das kann ein sinnvoller zusätzlicher Schritt sein.
Wir empfehlen gerne, die Längen vor dem Schwimmen einmal mit klarem Wasser durchzufeuchten.
Die Idee dahinter:
Ein bereits mit sauberem Wasser benetztes Haar nimmt anschließend nicht mehr ganz so ungebremst Pool- oder Meerwasser auf wie eine komplett trockene Haarfaser.
Aber wichtig:
Das ersetzt nicht das Ausspülen danach.
Es ist ein zusätzlicher Schutzschritt – kein unsichtbarer Chlor-Schutzschild. 😉
Darf Leave-in-Pflege vor dem Schwimmen ins Haar?
Ja – aber nur in Längen und Spitzen.
Ein leichtes Leave-in kann dabei helfen, die Oberfläche geschmeidiger zu halten und Reibung zu reduzieren.
Wir würden es allerdings weder direkt auf Bondings noch auf Tape-Klebestellen oder die Befestigung einer Tresse geben.
Bei Extensions ist die Produktauswahl deshalb immer zweigeteilt:
Längen dürfen gepflegt werden.
Verbindungsstellen möchten möglichst sauber bleiben.
Die wichtigste Routine direkt nach dem Schwimmen
Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel mitnimmst, dann diese:
Lass Chlor- oder Salzwasser nicht einfach im Haar eintrocknen.
Nach dem Baden solltest du deine Extensions möglichst zeitnah gründlich mit klarem Wasser ausspülen.
Wenn die Belastung stärker war – beispielsweise nach einem langen Pooltag – kannst du anschließend auch waschen.
Danach:
Längen pflegen, vorsichtig entwirren und die Verbindungsstellen vollständig trockenföhnen.
Das ist für uns die wichtigste Urlaubskombination.
Muss ich nach jedem Bad Shampoo benutzen?
Nein.
Nach einem kurzen Bad im Meer musst du nicht automatisch jedes Mal eine komplette Haarwäsche machen.
Klares Wasser zum gründlichen Ausspülen ist bereits ein wichtiger erster Schritt.
Wenn du allerdings mehrere Stunden im chlorhaltigen Pool warst, sehr häufig badest oder sich die Haare zunehmend stumpf anfühlen, kann eine gezielte Reinigung sinnvoll sein.
Shampoo Three bei stärkerer Chlor- und Mineralbelastung
Für genau solche Situationen mögen wir Paul Mitchell Shampoo Three.
Es ist ein klärendes Shampoo, das laut euren Produktdaten zur Entfernung von Chlor, Eisen und Mineralablagerungen entwickelt wurde.
Das heißt aber nicht:
Nach jedem Sprung in den Pool Shampoo Three.
Wir würden es eher gezielt einsetzen – beispielsweise nach mehreren Pooltagen oder wenn deutlich spürbare Chlor- beziehungsweise Mineralbelastung vorhanden ist.
Danach unbedingt wieder eine passende Pflege für die Längen verwenden.
Kann ich Extensions einfach lufttrocknen lassen?
Die Längen müssen nicht innerhalb von zehn Minuten trocken sein.
Aber die Verbindungsstellen und Ansatzbereiche würden wir nicht stundenlang nass lassen.
Gerade bei Bondings, Tapes und Tressen sitzt dort viel Haar auf engem Raum.
Deshalb:
Ansatz und Verbindungen kontrolliert trockenföhnen.
Die Längen können anschließend schonender weitergetrocknet werden.
Wenn du wissen möchtest, warum wir auch bei Eigenhaar stundenlanges Nassbleiben nicht automatisch für schonender halten, lies unseren Artikel [„Hitzeschutz für Haare: So wendest du ihn bei Föhn, Glätteisen & Lockenstab richtig an“].
Können Extensions im Pool grün werden?
Gerade sehr helle Haare können durch Poolwasser Farbveränderungen bekommen.
Dabei ist wichtig:
Chlor färbt deine Haare nicht einfach grün.
Ein typischer Grünstich hängt vielmehr mit Metall- beziehungsweise Kupferablagerungen zusammen.
Gerade sehr helle oder stärker beanspruchte Haare können solche Veränderungen sichtbarer zeigen.
Wie Grünstich entsteht und was du dann tun solltest, erklären wir ausführlich in unserem Artikel „Grünstich in den Haaren – Ursachen verstehen und richtig handeln“.
Was ist mit Sonnencreme und sehr hellen Extensions?
Auch hier lohnt sich etwas Vorsicht.
Bei sehr hellen Extensions werden im Sommer immer wieder orange-, pfirsich- oder rosafarbene Verfärbungen beobachtet, wenn Sonnencreme ständig mit den Längen in Kontakt kommt.
Deshalb achten wir darauf, Sonnencreme nicht direkt in die Haare zu schmieren und die Haare nach dem Eincremen möglichst nicht dauerhaft auf frisch eingecremter Haut liegen zu lassen.
Wie empfindlich eine Extensionfarbe reagiert, hängt allerdings auch von Haarqualität und Farbverarbeitung ab.
Für die aktuelle Great Lengths GL Weft Linea beschreibt der Hersteller beispielsweise eine spezielle Farbverarbeitung, die Farbprobleme durch unter anderem Chlor und Sonnencreme reduzieren soll.
Trotzdem bleibt:
Sonnencreme gehört auf die Haut – nicht in die Extensions. 😉
Was ist mit Meerwasser und Salz?
Salzwasser macht die Haare nicht automatisch kaputt.
Es kann die Längen aber nach dem Trocknen deutlich rauer und stumpfer wirken lassen.
Und rauere Haarfasern erzeugen mehr Reibung.
Gerade bei sehr langen Extensions kann das Verheddern dadurch leichter werden.
Deshalb nach dem Meer genauso:
ausspülen, pflegen, entwirren und trocknen.
Sollte ich meine Extensions nach dem Schwimmen sofort bürsten?
Nicht direkt aggressiv durchziehen.
Zuerst gründlich ausspülen.
Dann bei Bedarf passende Pflege in die Längen geben und die Haare vorsichtig entwirren.
Am besten arbeitest du von den Spitzen langsam nach oben, statt direkt am Ansatz anzusetzen und sämtliche Knoten nach unten zu ziehen.
Die Verbindungsstellen hältst du dabei gegebenenfalls mit der Hand etwas fest, damit möglichst wenig Zug entsteht.
Welche Bürste gehört mit in den Urlaub?
Eine gute Extensionsbürste ist im Urlaub fast wichtiger als zuhause.
Denn nach Wind, Meer und Pool möchten wir die Haare regelmäßig kontrolliert entwirren, bevor sich kleine Knoten zu großen entwickeln.
Eine passende Auswahl findest du in unserer Great Lengths Kollektion im Onlineshop.
Gerade für den Urlaub lohnt sich eine kompakte Bürste, die wirklich mit in die Strandtasche kommt – und nicht im Hotelzimmer liegt, wenn man sie braucht.
Was sollte ich mit Extensions am Strand vermeiden?
Was wir nicht machen würden:
Mit komplett offenen, bereits verknoteten Extensions stundenlang im Meer schwimmen und danach das Salzwasser einfach eintrocknen lassen.
Auch nasse Haare zu einem festen Dutt zusammenzudrehen und dann mehrere Stunden so zu lassen, ist nicht unsere Lieblingslösung.
Besser:
flechten → schwimmen → ausspülen → entwirren → trocknen.
Das klingt unspektakulär, ist aber genau das, was im Alltag funktioniert.
Was passiert, wenn Extensions nach dem Urlaub plötzlich verknoten?
Dann nicht einfach immer aggressiver bürsten.
Verfilzungen entstehen selten über Nacht aus dem Nichts.
Meist kommen mehrere Faktoren zusammen:
Reibung, Trockenheit, offene Haare beim Schlafen oder Schwimmen, unzureichendes Entwirren oder falsche Pflege an den Verbindungsstellen.
Das Thema behandeln wir deshalb noch einmal separat und ausführlich in unserem Ratgeber zu verfilzten beziehungsweise verknoteten Extensions.
Unsere schnelle Pool-und-Meer-Routine
Wenn du im Urlaub nicht jedes Mal einen Pflegeplan lesen möchtest, merke dir einfach:
Vorher: Haare entwirren, mit klarem Wasser anfeuchten und flechten.
Im Wasser: Zopf drinlassen und die Haare nicht unnötig aufreißen.
Danach: sofort mit klarem Wasser ausspülen.
Pflege: Conditioner oder Leave-in nur in Längen und Spitzen.
Trocknen: Verbindungsstellen und Ansatz vollständig trockenföhnen.
Bei stärkerer Chlorbelastung: gezielt mit Shampoo Three reinigen.
Mehr braucht es für den normalen Urlaub meistens gar nicht.
Unser Fazit: Mit Extensions schwimmen ist überhaupt kein Problem – wenn du danach richtig handelst
Du musst deinen Urlaub nicht nach deinen Extensions planen.
Bondings, Tapes und Tressen dürfen mit in Pool und Meer.
Wichtig ist nur, die Belastung nicht unnötig zu verlängern.
Also:
Vorher bündeln – nachher ausspülen – Längen pflegen – Verbindungsstellen trocknen.
Genau damit reduzierst du Reibung, unnötige Ablagerungen und das Risiko, dass sich deine Extensions nach mehreren Urlaubstagen immer schwerer entwirren lassen.
Wenn du für deinen Urlaub noch eine passende Bürste oder Extensionspflege brauchst, findest du unsere Great Lengths Produkte im Onlineshop.
Und wenn du dir nicht sicher bist, welche Pflege zu deinen eigenen Extensions passt, beraten wir dich natürlich auch bei uns im Salon in Schweinfurt.
Deine Lissi & Sophie
Lissi Weber – Haarverlängerung & Haarverdichtung Schweinfurt


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